Vortrag zu KI und Ethik im Bundesministerium für Inneres (BMI)

Neue Möglichkeiten durch künstliche Intelligenz (KI), Facebook, TikTok, Instagram & Co. Die rasanten digitalen Entwicklungen stellen auch staatliche Institutionen vor neue kommunikative und ethische Herausforderungen – im Speziellen die Polizei. Mit diesen Fragestellungen setzte sich Marlon Possard in seinem Vortrag „KI und Ethik in der polizeilichen Medien- und Öffentlichkeitsarbeit“ am 13. Januar 2026 im Bundesministerium für Inneres (BMI) auseinander. Im Mittelpunkt standen die Chancen und Herausforderungen des Einsatzes von KI sowie ethische Fragestellungen im sicherheitsbehördlichen Kommunikationsumfeld.

Zahlreiche Mitarbeiter:innen des BMI aus dem Bereich Medien- und Öffentlichkeitsarbeit nahmen an der Veranstaltung teil (u. a. auch Ministerialrat Mag. Manfred Reinthaler, MA sowie weitere führende BMI-Vertreter:innen). Der Vortrag stieß auf großes Interesse und bot Raum für fachlichen Austausch und Diskussion. Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmenden als äußerst gelungen bewertet und unterstrich die hohe Relevanz des Themas für die (zukünftige) Medien- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei. Eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Themen KI und Ethik in der Strafverfolgung erfolgt bei einer weiteren Fachveranstaltung am 20. Mai 2026 um 17:00 Uhr an der Hochschule Campus Wien (HCW). Weitere Informationen finden Sie HIER. (Bildcredit: BMI)

„MORALgorithmus“ an Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner überreicht

Im Rahmen eines persönlichen Austauschs übergab Marlon Possard sein neues Buch „MORALgorithmus“ (Urban Future Edition Verlag, 2025) an Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner, BSc (BMin für Frauen, Wissenschaft und Forschung). Das Werk setzt sich mit den ethischen, gesellschaftlichen und politischen Fragen rund um Künstliche Intelligenz (KI) auseinander und zeigt auf populärwissenschaftliche Art und Weise auf, warum verantwortungsvolle KI-Entwicklung heute wichtiger ist denn je und warum der Mensch weiterhin nicht (vollständig) ersetzbar ist.

Angesichts der rasanten technologischen Fortschritte beeinflusst KI zudem bereits zentrale Bereiche wie Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Demokratie. „MORALgorithmus“ plädiert dafür, Innovation nicht losgelöst von Werten zu denken, sondern ethische Leitlinien, Transparenz und menschliche Verantwortung konsequent mitzudenken. Dabei ist vor allem der Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft unerlässlich, um KI auch tatsächlich aktiv, gerecht und zukunftsfähig zu gestalten. (Bildcredit: B. Müller)

Wenn Recht allein nicht (mehr) ausreicht: Ethik als Schlüssel der KI-Zukunft

Interview zum neuen Jahr 2026: Neues Jahr, bekannte Hürden? „LawFinder“ im Gespräch mit Marlon Possard

Künstliche Intelligenz (KI) verändert nicht nur unsere Technologien, sondern fordert auch unser Werteverständnis, unsere Rechtssysteme und das gesellschaftliche Zusammenleben grundlegend heraus. Was passiert, wenn Algorithmen über Menschen entscheiden? Und genügt das Recht allein, um diese Entwicklungen verantwortungsvoll zu steuern? Marlon Possard arbeitet genau an dieser sensiblen Schnittstelle. Als Leiter des Departments für KI & Ethik an der Sigmund Freud PrivatUniversität in Wien und Berlin, Wissenschaftler an der University of Applied Sciences Campus Vienna und Autor der Bücher „MORALgorithmus“ (Urban Future Edition, Wien 2025) und „Verwaltungsethik im Fokus“ (Facultas Verlag, Wien 2025) setzt er sich für eine Ethik ein, die mehr ist als bloße Zierde. Für ihn ist Ethik eine strategische Kompetenz – insbesondere im juristischen Kontext.

Im Interview mit „LawFinder“ spricht er über einen verantwortungsvollen Umgang mit KI, eine systemische Verwaltungsethik und darüber, warum der Mut zu einer klaren Haltung für (junge) Jurist:innen heute wichtiger ist denn je. HIER geht es zum Interview! (Bildcredit: Possard/LawFinder)

AI, Law, and Digital Sovereignty: An Interview with Marlon Possard on the Future of AI

How sovereign is our digital future? In conversation with Philipp Schardax, Marlon Possard explains why digital sovereignty, data protection, ethics, and responsibility are not peripheral issues but central prerequisites for the use of artificial intelligence (AI).

The interview shows why the use of AI is always also a fundamental social and political decision. A look ahead to the key questions of 2026, now on the AI information platform “onpremises”. Click HERE to access the interview. (Image credit: Pixabay)

Kooperation mit der AI Factory Austria ab 2026

Ab dem Jahr 2026 wird Marlon Possard die AI:AT Factory als Fach­experte unterstützen. Mit seiner umfassenden Erfahrung in den Bereichen der Künstlichen Intelligenz (KI) und Ethik möchte er wesentlich dazu beitragen, zukunftsweisende KI-Initiativen voranzubringen und die Innovationskraft des Standorts nachhaltig zu stärken.

Ein wesentlicher Teil seiner Tätigkeit umfasst die Kooperation mit nationalen und internationalen Forschungspartner:innen, die Beteiligung an diversen Forschungsprojekten sowie die interdisziplinäre Arbeit an der Schnittstelle von KI, Ethik und Recht. Dabei wird Possard von seinem Team aktiv unterstützt, das sich ebenfalls engagiert und sich ergänzend in die inhaltliche Arbeit der AI:AT Factory einbringt.

Die finanzielle Absicherung der AI:AT Factory erfolgt über das European High Performance Computing Joint Undertaking (EuroHPC JU) der Europäischen Union (EU). Die Koordination des Projektkonsortiums liegt beim Austrian Institute of Technology (AIT) gemeinsam mit Advanced Computing Austria (ACA). (Bildcredit: AI:AT Factory)

Compliance im öffentlichen Dienst in Zeiten von KI

Auf Einladung des österreichischen Bundeskanzleramts hielt Marlon Possard im Dezember 2025 einen Vortrag zum Thema „Compliance und Ethik im öffentlichen Dienst im Zeitalter der digitalen Transformation“. Die Veranstaltung richtete sich an zahlreiche Vertreter:innen der öffentlichen Verwaltung sowie der Bundesdisziplinarbehörde (BDB) aus ganz Österreich.

Im Mittelpunkt des Vortrags standen die Bedeutung wirksamer Compliance-Strukturen, Prävention von Fehlverhalten sowie Integrität und Transparenz im staatlichen Handeln – all das vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Die BDB ist als zentrale Stelle des Bundes für die Führung von Disziplinarverfahren gegen Bundesbedienstete zuständig und trägt damit wesentlich zur Sicherung von Rechtsstaatlichkeit, Objektivität und Vertrauen in den öffentlichen Dienst bei.

Im Anschluss an den Vortrag stellte sich Marlon Possard gemeinsam mit Ministerialrat Mag. Klaus Hartmann, Leiter der österreichischen BDB, den Fragen der Anwesenden in einer Podiumsdiskussion. Dabei wurden praxisnahe Herausforderungen, aktuelle Entwicklungen im Bereich Compliance und Ethik und die Rolle der Disziplinaraufsicht im modernen Verwaltungshandeln diskutiert. (Bildcredit: BKA/Schneider)

Hochbegabung? Im Gespräch mit Stefanie Guth

Der Podcast „hoch – höher – hochbegabt“ von Psychotherapeutin Stefanie Guth widmet sich unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema Hochbegabung. Interviewgäste berichten über ihren individuellen Lebensweg und geben Einblicke in Herausforderungen, Ressourcen und Lösungsstrategien im Umgang mit Hochbegabung. Neben den Erfahrungen junger Menschen werden auch Sichtweisen von Erwachsenen aufgegriffen, die ihren eigenen Zugang zum Thema beschreiben. Der Podcast hat ein wesentliches Ziel, nämlich die Vielfalt von Hochbegabung aufzuzeigen. Im Dezember 2025 wurde Marlon Possard von der Podcasterin zu einem ganz persönlichen Gespräch über seinen bisherigen Werdegang und sein Leben mit Hochbegabung eingeladen.

Reinhören & über das Thema nachdenken! HIER geht’s zum Podcast! (Bildcredit: Pixabay/bearb.)

„KI & Wir“ – Vortrag über Ethik der Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung und der Einsatz von KI prägen unsere Gesellschaft und Arbeitswelt wie kaum eine andere Entwicklung. Viele fragen sich, welche Veränderungen uns erwarten, welche ethischen Chancen und Herausforderungen entstehen und wie wir diesen Wandel menschlich aktiv gestalten können.

Am 3. Dezember 2025 wurde in Wien im Rahmen des Vortrages von Marlon Possard bei der Wiener Bildungsakademie genau darüber diskutiert. Zahlreiche Interessierte aus der allgemeinen Öffentlichkeit, aus Ministerien, Politik und öffentlicher Verwaltung nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über aktuelle Entwicklungen im Bereich Ethik, Digitalisierung und KI zu informieren. Possard gab bei diesem Vortrag praxisnahe Einblicke in die aktuellen Entwicklungen.

Die Teilnehmer:innen diskutierten angeregt über strategische Handlungsmöglichkeiten, neue Kompetenzanforderungen sowie über die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit KI-Technologien. Der Abend zeigte jedenfalls deutlich, wie groß das Interesse an Orientierung, Wissen und Austausch rund um die digitale Transformation ist. (Bildcredit: WBA & M. Kollegger)

Erster Handlungsleitfaden für den Umgang mit Staatsverweiger:innen in Österreich in 2. Auflage publiziert

In einem wesentlichen Schritt zur Stärkung der Behördenkompetenz im Umgang mit staatsfeindlichen Bewegungen wurde im März 2025 erstmals in Österreich ein konkreter Handlungsleitfaden für den Umgang mit Staatsverweiger:innen („Reichsbürger:innen“, „Selbstverwalter:innen“, „Souveränist:innen“, etc.) veröffentlicht. Die Publikation mit dem Titel „Staatsverweiger:innen erkennen & entschlossen handeln – So geht’s!“ wurde von Marlon Possard in Kooperation mit der Forschungsstelle für Staatsverweigerung und subversiven Extremismus (FSTE) publiziert. Sie bietet Bediensteten österreichischer Behörden eine fundierte Orientierungshilfe für den professionellen und rechtskonformen Umgang mit Anhänger:innen der Staatsverweiger:innen-Szene und ist in vielen Behörden in ganz Österreich bereits als Ratgeber und als Orientierungshilfe im Einsatz. Im November 2025 wurde der Handlungsleitfaden nun in der 2. aktualisierten und erweiterten Auflage publiziert.

Der Handlungsleitfaden gibt Verwaltungsmitarbeiter:innen, Polizist:innen und anderen Mitarbeiter:innen aus dem öffentlichen Sektor praxisnahe Werkzeuge in die Hand, um in herausfordernden Situationen sachlich, sicher und entschlossen zu agieren. Er umfasst unter anderem:

  • Erkennungsmerkmale und ideologische Grundlagen der Szene
  • Kommunikationstipps für den Umgang mit Staatsverweiger:innen
  • Möglichkeiten behördlicher Maßnahmen
  • Rechtliche Grundlagen
  • Handlungsempfehlungen für verschiedene Verwaltungssituationen
  • Sicherheitsaspekte und Eskalationsvermeidung

„Dieser Leitfaden schließt eine entscheidende Lücke im Umgang mit einer wachsenden Herausforderung für die öffentliche Verwaltung in Österreich“, erklärt Marlon Possard. „Es geht in erster Linie darum, Mitarbeiter:innen darin zu unterstützen, professionell, rechtssicher und deeskalierend zu handeln – und gleichzeitig sich selbst zu schützen.“ Der Leitfaden steht als Nachschlagewerk für Bedienstete des öffentlichen Sektors zur Verfügung und kann u. a. HIER kostenlos heruntergeladen werden. (Bildcredit: FSTE)

Marlon Possard erneut ins Kuratorium der Verbrechensopferhilfe „Weisser Ring“ berufen

Mit Oktober 2025 wurde Marlon Possard vom Präsidium für eine weitere Funktionsperiode im Kuratorium des „Weissen Rings Österreich“ bestätigt. Der „Weisse Ring“, Österreichs einzige bundesweit tätige allgemeine Verbrechensopferhilfe, unterstützt seit Jahrzehnten Menschen, die von Straftaten betroffen sind – durch Beratung, finanzielle Hilfe und langfristige Begleitung.

Possard dazu: „Ich freue mich sehr über meine erneute Bestätigung für eine weitere Funktionsperiode im Kuratorium des ‚Weissen Rings Österreich‘. Der ‚Weisse Ring‘ leistet seit vielen Jahren unverzichtbare Arbeit. Dass ich weiterhin an der strategischen Positionierung dieser wichtigen Institution mitwirken darf, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.“ (Bildcredit: WRÖ)

Marlon Possard