Neues Buch: „MORALgorithmus“ (erscheint im Herbst 2025)

Künstliche Intelligenz (KI) und ihre Möglichkeiten durchdringen unser Leben – sie lenken unser Denken, beeinflussen Entscheidungen und bestimmen zunehmend unsere Zukunft. Doch was bedeutet dies für das Menschsein an sich? Kann der Mensch überhaupt ersetzt werden?

Marlon Possard führt mit dem Begriff des „MORALgorithmus“ eine völlig neue Denkweise ein: Er zeigt, wie sich Fragen von Ethik und Verantwortung im Zeitalter von KI neu verhandeln lassen (müssen) – und warum der Mensch trotz aller technologischen Durchbrüche unersetzbar bleibt.

„MORALgorithmus“ ist mehr als ein Buch – es ist ein Weckruf und eine persönliche Reise durch die Welt der KI. Packend, visionär und hochaktuell wirft es einen Blick auf die entscheidende Schnittstelle zwischen Technologie und Menschlichkeit – mit vielen Beispielen inklusive.

Ein unverzichtbares Werk für alle, die verstehen wollen, warum unsere Zukunft nicht allein in den Händen von Algorithmen liegen darf. Das Buch ist ab Herbst 2025 im Buchhandel erhältlich und erscheint im Urban Future Edition Verlag Wien. (Bildcredit: Urban Future Edition Verlag)

Social-Media-Verbot & Ausweitung der Videoüberwachung: Marlon Possard zu Gast bei Krone TV

Die politischen Diskussionen um neue Sicherheitsmaßnahmen in Österreich nehmen Fahrt auf. Besonders zwei Vorhaben stehen derzeit im Zentrum der Debatte: Ein mögliches Verbot der Nutzung von Social-Media-Plattformen für unter 16-Jährige sowie die verstärkte Ausweitung der Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Beide Maßnahmen greifen tief in den Alltag der Menschen ein und werfen grundlegende Fragen über den Umgang mit Freiheit, Sicherheit und staatlicher Kontrolle auf. Dabei sind insbesondere juristische und ethische Aspekte von Bedeutung.

Marlon Possard analysierte im Studiogespräch mit Redakteurin Jana Pasching (Krone TV) im August 2025 die Hintergründe dieser Pläne und sprach über deren mögliche Folgen. Während Befürworter:innen in den vorgeschlagenen Maßnahmen ein wirksames Mittel sehen, um Kriminalität einzudämmen und Gefahren frühzeitig zu erkennen, warnen Kritiker:innen vor einem massiven Eingriff in die Grundrechte. Speziell eine Ausweitung der Videoüberwachung berührt das sensible Verhältnis zwischen Sicherheit und Privatsphäre.

Das Interview liefert jedenfalls kompakte und spannende Einblicke in eine Debatte, die uns alle betrifft und deren Ausgang entscheidend dafür sein wird, wie wir künftig miteinander leben, kommunizieren und überwacht werden. HIER geht‘s zum Interview! (Bildcredit: J. Zinner/Krone TV)

Neues Forschungsprojekt: Behördenkontakt mit Staatsverweiger:innen in Österreich

Im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts (unter der Leitung von Marlon Possard) an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Campus Wien (HCW) – in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Staatsverweigerung und subversiven Extremismus (FSTE) – wird aktuell eine österreichweite Erhebung betreffend die Behördenkontakte mit sogenannten „Staatsverweiger:innen“, „Reichsbürger:innen“ und „Selbstverwalter:innen“ durchgeführt. HIER gelangen Sie zum Fragebogen.

Ziel ist es, systematisch Erkenntnisse über Art, Häufigkeit und Herausforderungen im behördlichen Umgang mit dieser spezifischen Personengruppe im Zeitraum von 01.01.2020 bis 31.08.2025 zu erheben (d. h. in den letzten 5 ½ Jahren). Der Fragebogen richtet sich an alle Verwaltungsebenen in Österreich: Bundesministerien, Landesregierungen, Landespolizeidirektionen, Bezirkshauptmannschaften, Polizeiinspektionen, Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Magistrate, Meldeämter, etc.

Die Auswertung erfolgt anonymisiert. Die erhobenen Daten dienen ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken, insbesondere der Erstellung eines Lagebilds, eines Forschungsberichtes und der Entwicklung praxisnaher Handlungsempfehlungen für den öffentlichen Sektor. Mit der Teilnahme willigen Sie ein, dass die eingegebenen Daten – unter Einhaltung geltender Datenschutzbestimmungen – verwendet werden dürfen.

Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme! Ihr Beitrag hilft, den Umgang mit staatsverweigernden Phänomenen faktenbasiert und wissenschaftlich zu analysieren und den Behördenalltag besser zu verstehen und in weiterer Folge zu unterstützen. (Bildcredit: Pixabay/FSTE)

Know how now: Marlon Possard im Gespräch mit „Talks at work“

Wo stehen wir heute im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt – und wohin steuern wir? In der neuen Folge von „Talks at work“ spricht Marlon Possard mit Redakteurin Margit Wickhoff von der Community für Unternehmenskommunikation über die KI-Verordnung (KI-VO) der Europäischen Union (EU), die Bedeutung ethischer Leitplanken und darüber, was Kreativität im Zeitalter von Algorithmen überhaupt noch ausmacht. Ein spannender Blick auf Chancen, Grenzen und die Verantwortung im digitalen Wandel. (Bildcredit: Wickhoff/Possard)

Österreichs Verwaltung von morgen: Marlon Possard spricht bei Branchenkonferenz des Public Sectors

Digitale Transformation in Ministerien, Ämtern und Gemeinden heißt mehr als bloß nur Technik einführen. Es geht um Vertrauen, Resilienz und den Mut, Systeme neu zu denken. Zwischen Künstlicher Intelligenz (KI), Cyberrisiken und steigenden Erwartungen der Bürger:innen braucht es auch Gestalter:innen, die nicht auf die nächste Verordnung warten, sondern Lösungen tatsächlich vorausdenken. Die Konferenz des öffentlichen Sektors am 11. September 2025 in Wien, bei der auch Marlon Possard am Panel mit dabei ist, bietet Raum für Austausch, Perspektivenwechsel und Impulse, wie moderne Verwaltung heute wirkt und wirken kann.

HIER können Sie sich anmelden und Verwaltung mit- und weiterdenken. (Bildcredit: LSZ)

Trump & Social Screening: Marlon Possard zu Gast in der ZIB1 (ORF), in Radio Ö1 & Radio Ö3

Inmitten der politisch aufgeladenen Atmosphäre unter der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump erlebt die amerikanische Hochschullandschaft einen Wandel, der auch international Wellen schlägt. Marlon Possard, u. a. Gastforscher an der Harvard University (MA, USA), gibt dem ORF exklusive Einblicke in die Entwicklungen an einer der renommiertesten Universitäten der Welt.

„Harvard ist ein Ort der intellektuellen Offenheit, die sich unter Trump massiv verschärft hat“, sagt Possard im Interview. Während sich einige Fakultäten um den Schutz akademischer Freiheiten bemühen, geraten andere unter politischen Druck: „Wir erleben gezielte Eingriffe in die Themenwahl von Forschungsprojekten, besonders wenn es um Diversity, Klimapolitik oder Migration geht. Die staatliche Finanzierung wird zunehmend an ideologische Loyalität geknüpft.“

Als Europäer beobachte er mit einer gewissen Distanz, aber auch mit Sorge, wie stark sich das Klima an amerikanischen Universitäten verändere. „Es gibt eine neue Welle der Selbstzensur – weniger aus Angst vor öffentlicher Empörung, sondern vor staatlicher Repression.“ Harvard sei bislang nicht direkt betroffen, aber die Debatte mache auch dort nicht halt. Trotz allem sieht Possard auch Hoffnung: „Es formiert sich Widerstand – nicht militant, sondern akademisch klar argumentiert. Studierende, Lehrende, auch viele Alumni stellen sich gegen diese schleichende Erosion von Freiheit und Vielfalt.“ Auf die Frage, wie Europa auf diese Entwicklungen reagieren solle, antwortet Possard deutlich: „Wir müssen wachsam sein. Was in Harvard passiert, ist ein Frühindikator für größere Umbrüche – auch diesseits des Atlantiks. Die Wissenschaft darf niemals Nebenschauplatz politischer Machtspiele werden.“ Possard spricht mit dem ORF außerdem über den bedenklichen Einsatz von KI-Systemen durch die US-Grenzbehörde, wo „unliebsame Personen“ gefiltert werden sollen (Stichwort: „Social Screening“) und über die Priorität von gerichtlichen Entscheidungen in solchen Prozessen. (Bildcredit: DS)

  1. Das Gespräch in der „Zeit im Bild 1“ (ORF) finden Sie HIER.
  2. Der Beitrag von „ORF Wissen“ kann HIER aufgerufen werden.

Talk zum Thema „Verwaltung – Werte – Verantwortung“

Im Rahmen der Reihe „Urban Forum Talks“ war im Juni 2025 Marlon Possard zu Gast im Egon-Matzner-Institut für Stadtforschung in Wien. Unter dem Titel „Verwaltung – Werte – Verantwortung: Warum Ethik im Zeitalter der Polarisierung so wichtig ist“ beleuchtete Possard im Gespräch mit Generalsekretär Dr. Bernhard Müller die wachsende Bedeutung ethischer Grundhaltungen im öffentlichen Dienst und in städtischen Verwaltungen.

In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Spannungen, wachsender politischer Polarisierung und schwindenden Vertrauens in staatliche Institutionen sei es, so Possard, „dringender denn je, dass Verwaltung nicht nur effizient, sondern auch werteorientiert und verantwortungsvoll handelt.“ Dabei betonte er, dass Ethik in der Verwaltung nicht als bloßer Zusatz verstanden werden dürfe, sondern als Grundlage jeder nachhaltigen und demokratischen Stadtentwicklung.

Die „Urban Forum Talks“, die regelmäßig aktuelle Fragen der Stadtforschung in den Fokus rücken, boten den idealen Rahmen für einen interdisziplinären Austausch. Besonders hob Possard die Rolle von Transparenz, Fairness und Gemeinwohlorientierung hervor – Werte, die laut Possard „nicht nur Vertrauen schaffen, sondern auch Polarisierung entgegenwirken können.“ Es braucht, so ein zentrales Fazit des Interviews, eine neue Kultur des Hinhörens, des Reflektierens und des verantwortlichen Handelns im Public Sector. Das Interview finden Sie HIER. (Bildcredit: Urban Forum)

Ringvorlesung zum Thema Extremismus an der Universität Graz: Marlon Possard beleuchtet „Staatsverweigerer:innen“

In der ehrwürdigen Aula der Karl-Franzens-Universität Graz fand am 4. Juni 2025 eine gut besuchte Ringvorlesung zum Thema Extremismus statt. Im Zentrum des Abends stand ein Vortrag zur Habilitationsthematik von Dr. Marlon Possard mit dem Titel „Staatsverweigerer:innen und ihre Dynamiken: Interdisziplinäre Perspektiven auf ein wachsendes Phänomen“.

Auf Einladung des Rektors der Universität Graz, des Instituts für Rechtswissenschaftliche Grundlagen, der Extremismuspräventionsstelle des Landes Steiermark sowie des Austrian Center for Intelligence, Propaganda and Security Studies (ACIPSS) war es Possard gelungen, ein Thema von brisanter gesellschaftlicher Relevanz sowohl wissenschaftlich fundiert als auch für ein breites Publikum verständlich darzustellen. Der Vortrag fügte sich in die laufende Ringvorlesung ein, die sich mit verschiedenen Aspekten des Extremismus im deutschsprachigen Raum beschäftigt.

Vor dem Hintergrund jüngster Ereignisse rund um staatsfeindliche Bewegungen im DACH-Raum – darunter medienwirksame Prozesse, Hausdurchsuchungen, Verhaftungen von sogenannten „Reichsbürger:innen“ und anderen Anhänger:innen von staatsfeindlichen Gruppierungen und das Verbot rund um das „Königreich Deutschland“ – traf Possards Vortrag einen nervösen gesellschaftlichen Nerv. Mit klarem Blick erläuterte er nicht nur juristische Aspekte, sondern auch philosophische und sicherheitspolitische Dynamiken der Szene. Einen soziologischen Input leistete seine wissenschaftliche Mitarbeiterin, Frau Martina Kollegger, BA BA.

„Staatsverweigerer:innen sind längst keine Randerscheinung mehr“, betonte Possard in seiner Vorlesung. „Sie entwickeln zunehmend eigene Strukturen und Narrative und versuchen dabei, ‚Parallelrechtsordnungen‘ – oft unter dem Deckmantel von Souveränität, Selbstbestimmung oder Verschwörungsdenken – zu manifestieren.“ Possard warnte dabei eindringlich vor der zunehmenden Anschlussfähigkeit solcher Ideologien in Teilen der Bevölkerung, insbesondere in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit und den Nachwehen der COVID-19-Pandemie. Problematisch sei auch die sukzessive Verlagerung der Staatsverweigerer:innen-Szene in die digitale Welt und auch die verschlüsselte Kommunikation via Messenger-Diensten.

In der anschließenden Diskussion mit den Zuhörer:innen – darunter Studierende, Angehörige der Universität, Vertreter:innen aus Justiz, Verwaltung und Zivilgesellschaft – wurde deutlich, wie groß das Bedürfnis nach Orientierung und Aufklärung im Umgang mit staatsfeindlichen Bewegungen ist. Mit dieser Ringvorlesung setzt die Universität Graz ein starkes Zeichen für wissenschaftliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlich brisanten Themen. Die interdisziplinäre Herangehensweise – unter anderem ein Kennzeichen von Possards Forschung und seinem Team – wurde besonders gelobt und machte deutlich, wie wichtig der Schulterschluss von Rechtswissenschaft, Sozialwissenschaft und Sicherheitsforschung im Kampf gegen demokratiefeindliche Tendenzen ist. Die Veranstaltung schloss mit dem klaren Eindruck: Forschung kann und muss eine Schlüsselrolle in der Verteidigung demokratischer Grundwerte spielen. HIER gelangen Sie zum Nachbericht der Universität Graz. (Bildcredit: M. Kollegger)

Stellungnahme: Wissenschaft in den USA unter Beschuss

Die Lage in den USA hat in den vergangenen Wochen eine bedenkliche Zuspitzung erfahren. Speziell an der Harvard University eskalieren die politischen Eingriffe der US-Regierung und der Trump-Administration zu einem offenen Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit. Mit dem Einfrieren von Fördergeldern in Milliardenhöhe, der Androhung, internationale Studierende und Forscher:innen auszuweisen und direkten Eingriffen in akademische Entscheidungsprozesse wird ein autoritärer Kurs sichtbar, der zentrale demokratische Prinzipien gefährdet. Harvard hat zudem die US-Regierung verklagt – ein beispielloser Schritt, der verdeutlicht, wie ernst die Lage wirklich ist.

Als Gastforscher an der Harvard University war ich in den letzten Tagen in mehreren Medien präsent, um über diese Entwicklungen zu sprechen. Ich habe versucht, auf die tiefgreifenden Folgen aufmerksam zu machen, die diese politischen Maßnahmen für Forschung, Lehre und den internationalen Austausch bedeuten. Ich stehe darüber hinaus in ständigem Austausch mit Forscher:innen vor Ort, deren Situation gegenwärtig alles andere als einfach ist. HIER gelangen Sie zum Beitrag des Nachrichtenmagazins „Profil“ (30. Mai 2025) und HIER finden Sie den Beitrag der Tageszeitung „Der Standard“ (31. Mai 2025).

In Anbetracht der zunehmenden Unsicherheiten und der politischen Einflussnahme habe ich mich entschieden, meine externe Forschungsarbeit vorerst an die University of Oxford (UK) zu verlegen – in ein akademisches Umfeld, das von solchen Eingriffen hoffentlich verschont bleibt. Dem Team dort bin ich dankbar, dass meine Bewerbung aufgrund der Vorkommnisse in Harvard berücksichtigt werden konnte. Gerne kehre ich wieder an die Harvard University zurück, sobald sich die Situation für Gastforschende stabilisiert hat und klar ist, inwiefern eine Einreise zu Forschungszwecken gewährleistet wird.

Ich möchte explizit festhalten: Was sich derzeit in den USA abspielt, ist nicht nur eine nationale Angelegenheit, sondern muss uns Forscher:innen weltweit aufrütteln, denn letztlich ist es ein Angriff auf die Idee einer freien, unabhängigen und grenzüberschreitenden Wissenschaft insgesamt. Umso wichtiger ist es daher, dass wir international solidarisch handeln und unsere Stimme erheben, wenn akademische Freiheit in einer zunehmend unsicheren Welt unter Druck gerät. (Bildcredit: Pixabay)

Making-Off: Neue Folgen von „Talk im Hörsaal“ ab Juni 2025

Bereit, die Komfortzone zu verlassen? Wissenschaftler Marlon Possard und die renommierte Profilerin Patricia Staniek kehren zurück – scharf, direkt und bewegend. In der neuen Staffel von „Talk im Hörsaal“ gehen sie den heißesten Fällen auf den Grund: Von der Causa Pilnacek, die ein Justizsystem an den Rand des Zusammenbruchs brachte, bis zu den dunklen Machenschaften internationaler Konzerne, deren Bilanzfälschungen Existenzen vernichten.

Was treibt jene an, die alles aufs Spiel setzen? Und wo beginnt kriminelle Energie? Welche Menschen stecken dahinter? Mit psychologischem Feingespür, investigativer Tiefe und einer Prise schonungsloser Analyse beleuchten Possard und Staniek die Wahrheit hinter Zahlen, Menschen und Schlagzeilen.

Ab Juni 2025 – neue Folgen. Neue Fragen. Keine Ausflüchte. HIER gelangen Sie zum Podcast. (Bildcredit: Sandra Z.)

Marlon Possard