Das „PRÄ-VENTION-MODELL“ (Possard, 2023): Eine Bestandsaufnahme

Im Juni 2023 veröffentlichte Marlon Possard in der Fachzeitschrift für Risk, Fraud und Compliance (ZRFC) im Erich-Schmidt-Verlag erstmals das von ihm entworfene und neuartige „PRÄ-VENTION-Modell“. Das Modell gilt als Leitfaden für die Praxis im Kampf gegen wirtschaftskriminelles Handeln und wird mittlerweile in zahlreichen Organisationen in der Praxis erfolgreich präventiv angewendet. Das lässt sich u. a. auf viele Rückmeldungen im vergangenen Jahr zurückführen:

„Ihr Modell ist nicht nur ein theoretisches Konstrukt, sondern ein handfestes Werkzeug für die Praxis. Es zeigt, wie Prävention effektiv gestaltet werden kann. Vielen Dank für die wertvollen Impulse!“ (August 2024)

„Insgesamt empfinde ich das PRÄ-VENTION-Modell als eine echte Bereicherung für meine Arbeitspraxis im Bereich des Riskmanagements: Es ist praxisnah, alltagstauglich und unterstützt dabei, sowohl die Qualität der Arbeit zu sichern als auch eine vertrauensvolle und stabile Umgebung zu schaffen.“ (September 2025)

Das wesentliche Ziel des Modells besteht darin, mit seinem innovativen Ansatz vorwiegend Unternehmen, Behörden und anderen (öffentlichen) Institutionen praxisnahe Lösungen zu bieten, um einen Umgang mit wirtschaftskriminellen Aktivitäten und den Betroffenen, also den Täter:innen, sicherzustellen. Ebenso gilt der Handlungsleitfaden als eine Art Orientierung hinsichtlich einer (Wieder-)Eingliederung von Mitarbeiter:innen in unternehmerische Strukturen nach der Durchführung doloser Handlungen. Darüber hinaus wird das Modell sukzessive in wissenschaftlichen Arbeiten herangezogen. (Bildcredit: ZFRC/Possard)

Link: Fachzeitschrift für Risk, Fraud & Compliance (2023)

Neues Buch: „MORALgorithmus“ (ab sofort erhältlich)

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst nicht mehr nur ein rein technisches Werkzeug, sondern sie greift tief in unser Denken, Fühlen und auch in unser Entscheiden ein. Algorithmen beeinflussen, was wir sehen, wie wir handeln und welche Optionen uns überhaupt als möglich erscheinen. Auf dem philosophischen Seziertisch landen damit zwei Fragen von existenzieller Tragweite: Was bleibt eigentlich vom Menschsein, wenn Maschinen zunehmend unsere Zukunft mitbestimmen? Kann das Wesen Mensch jemals ersetzt – oder gar überflüssig gemacht – werden?

Genau hier setzt Marlon Possard mit seinem visionären Konzept des „MORALgorithmus“ an. Er beschreibt damit einen Denkansatz, der weit über technische Effizienz hinausgeht: Wenn Algorithmen das Handeln steuern, muss auch die Moral in die Programmlogik integriert werden. Possard zeigt eindrücklich, dass ethische Verantwortung nicht automatisiert werden kann – und sie untrennbar mit menschlicher Urteilskraft verbunden bleibt. Sein Werk ist ein Plädoyer dafür, die Menschlichkeit nicht an Maschinen auszulagern, sondern Technologie so zu gestalten, dass sie uns unterstützt, ohne unser moralisches Fundament zu verdrängen.

„MORALgorithmus“ ist damit kein klassisches Fachbuch über KI. Es ist ein Weckruf, der zugleich philosophisch tiefgründig und erzählerisch fesselnd ist. Possard verbindet prägnante Analysen mit konkreten Beispielen und macht deutlich: Die Zukunft der KI entscheidet sich nicht an Berechnungen allein, sondern an der Schnittstelle von Technologie und Ethik – dort, wo Verantwortung, Freiheit und menschliche Würde (oft schonungslos) verhandelt werden.

Mit Vorworten des renommierten Zukunftsforschers Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp (Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien und Berlin) und der Vizerektorin FH-Prof.in Mag.a Dr.in Elisabeth Haslinger-Baumann (Hochschule Campus Wien) wird das Werk zusätzlich interdisziplinär verankert. Ab 1. Oktober 2025 im Urban Future Edition Verlag erhältlich, ist „MORALgorithmus“ ein unverzichtbarer Begleiter für alle, die verstehen wollen, warum die Zukunft nicht allein den Algorithmen gehören darf – sondern schlussendlich uns allen.

Sie wollen das Buch schnellstmöglich erhalten? Vorbestellungen werden gerne direkt beim Verlag entgegengenommen (ISBN: 9783200107298). Senden Sie eine E-Mail mit Ihrem Namen und der jeweiligen Zustelladresse an office@urbanforum.at. (Bildcredit: Urban Future Edition Verlag)

KI und digitale Strafverfolgung: Vortrag beim österreichischen Sicherheitstag 2025

Am 25. September 2025 fand im ehrwürdigen Palais Eschenbach in Wien der österreichische Sicherheitstag statt – eine der bedeutendsten Fachveranstaltungen im deutschsprachigen Raum, bei der sich hochrangige Vertreter:innen aus Politik, Sicherheitsbehörden, Wissenschaft und Wirtschaft über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen ausgetauscht haben.

Als Hauptspeaker seitens der Wissenschaft fungierte Marlon Possard. In seinem Vortrag zum Thema „Künstliche Intelligenz und digitale Strafverfolgung“ zeigte er anhand zahlreicher Beispiele und Fallstudien auf, wie moderne KI-Technologien die polizeiliche Ermittlungsarbeit künftig unterstützen und gleichzeitig herausfordern können – von der Analyse großer Datenmengen über die Bekämpfung von Cyberkriminalität bis hin zur Früherkennung von Bedrohungen in den Bereichen Extremismus, Terrorismus und Radikalisierung.

Der Sicherheitstag 2025 bot damit eine wertvolle Möglichkeit, um Chancen und Risiken offen zu diskutieren und den Dialog zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik weiter zu vertiefen. Weitere Informationen finden Sie HIER. (Bildcredit: J. Roniger)

Neuer Blog in Kooperation mit dem Facultas Verlag – „Possard. | RECHT.ethisch.“

Recht & Ethik im Dialog. | Fundiert. Kritisch. Aktuell.

Seit Dezember 2024 ist der Blog „Possard. | RECHT.ethisch.“ online – ein gemeinsames Projekt mit dem Facultas Verlag, das genau dort hinschaut, wo Recht auf Ethik trifft – und manchmal auch kollidiert. Marlon Possard stellt jene Fragen, die unbequem sind, kontrovers diskutiert werden und zum Nachdenken zwingen. Jeden Monat erwartet Sie eine aktuelle Analyse und eine – vielleicht auch überraschende – Perspektive aus der Welt von Recht, Ethik und Moral.

Bleiben Sie am Puls der Diskussion und entdecken Sie den Blog HIER – kritisch, spannend und relevant. (Bildcredit: Facultas Verlag/M. Possard)

Österreichs Verwaltung von morgen: Marlon Possard sprach bei Branchenkonferenz des Public Sectors

Digitale Transformation in Ministerien, Ämtern und Gemeinden heißt mehr als bloß nur Technik einführen. Es geht um Vertrauen, Resilienz und den Mut, Systeme neu zu denken. Zwischen Künstlicher Intelligenz (KI), Cyberrisiken und steigenden Erwartungen der Bürger:innen braucht es auch Gestalter:innen, die nicht auf die nächste Verordnung warten, sondern Lösungen tatsächlich vorausdenken. Die Konferenz des öffentlichen Sektors am 11. September 2025 in Wien, bei der auch Marlon Possard am Panel mit dabei war, bot Raum für Austausch, Perspektivenwechsel und Impulse, wie moderne Verwaltung heute wirkt und wirken kann.

Im Rahmen der Paneldiskussion stellte Marlon Possard die Bürger:innen klar in den Mittelpunkt. Er warnte etwa davor, dass Digitalisierung nicht zu sozialer Ausgrenzung führen dürfe: „Die Verwaltung ist für die Menschen da. Wir dürfen niemanden zurücklassen“. Weiterhin seien auch analoge Alternativen in der öffentlichen Verwaltung notwendig. Darüber hinaus hob Possard die Bedeutung einer eigenständigen europäischen Digitalpolitik hervor. Viele derzeit genutzte Modelle stammten aus den USA. „Europa muss unabhängiger werden und eigene Lösungen entwickeln – digitale Souveränität ist heute einer der notwendigen Schlüssel“, so Possard.

HIER gelangen Sie zum Nachbericht der Veranstaltung. (Bildcredit: LSZ)

Social-Media-Verbot & Ausweitung der Videoüberwachung: Marlon Possard zu Gast bei Krone TV

Die politischen Diskussionen um neue Sicherheitsmaßnahmen in Österreich nehmen Fahrt auf. Besonders zwei Vorhaben stehen derzeit im Zentrum der Debatte: Ein mögliches Verbot der Nutzung von Social-Media-Plattformen für unter 16-Jährige sowie die verstärkte Ausweitung der Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Beide Maßnahmen greifen tief in den Alltag der Menschen ein und werfen grundlegende Fragen über den Umgang mit Freiheit, Sicherheit und staatlicher Kontrolle auf. Dabei sind insbesondere juristische und ethische Aspekte von Bedeutung.

Marlon Possard analysierte im Studiogespräch mit Redakteurin Jana Pasching (Krone TV) im August 2025 die Hintergründe dieser Pläne und sprach über deren mögliche Folgen. Während Befürworter:innen in den vorgeschlagenen Maßnahmen ein wirksames Mittel sehen, um Kriminalität einzudämmen und Gefahren frühzeitig zu erkennen, warnen Kritiker:innen vor einem massiven Eingriff in die Grundrechte. Speziell eine Ausweitung der Videoüberwachung berührt das sensible Verhältnis zwischen Sicherheit und Privatsphäre.

Das Interview liefert jedenfalls kompakte und spannende Einblicke in eine Debatte, die uns alle betrifft und deren Ausgang entscheidend dafür sein wird, wie wir künftig miteinander leben, kommunizieren und überwacht werden. HIER geht‘s zum Interview! (Bildcredit: J. Zinner/Krone TV)

Neues Forschungsprojekt: Behördenkontakt mit Staatsverweiger:innen in Österreich

Im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts (unter der Leitung von Marlon Possard) an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Campus Wien (HCW) – in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Staatsverweigerung und subversiven Extremismus (FSTE) – wird aktuell eine österreichweite Erhebung betreffend die Behördenkontakte mit sogenannten „Staatsverweiger:innen“, „Reichsbürger:innen“ und „Selbstverwalter:innen“ durchgeführt. HIER gelangen Sie zum Fragebogen.

Ziel ist es, systematisch Erkenntnisse über Art, Häufigkeit und Herausforderungen im behördlichen Umgang mit dieser spezifischen Personengruppe im Zeitraum von 01.01.2020 bis 31.08.2025 zu erheben (d. h. in den letzten 5 ½ Jahren). Der Fragebogen richtet sich an alle Verwaltungsebenen in Österreich: Bundesministerien, Landesregierungen, Landespolizeidirektionen, Bezirkshauptmannschaften, Polizeiinspektionen, Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Magistrate, Meldeämter, etc.

Die Auswertung erfolgt anonymisiert. Die erhobenen Daten dienen ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken, insbesondere der Erstellung eines Lagebilds, eines Forschungsberichtes und der Entwicklung praxisnaher Handlungsempfehlungen für den öffentlichen Sektor. Mit der Teilnahme willigen Sie ein, dass die eingegebenen Daten – unter Einhaltung geltender Datenschutzbestimmungen – verwendet werden dürfen.

Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme! Ihr Beitrag hilft, den Umgang mit staatsverweigernden Phänomenen faktenbasiert und wissenschaftlich zu analysieren und den Behördenalltag besser zu verstehen und in weiterer Folge zu unterstützen. (Bildcredit: Pixabay/FSTE)

Know how now: Marlon Possard im Gespräch mit „Talks at work“

Wo stehen wir heute im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt – und wohin steuern wir? In der neuen Folge von „Talks at work“ spricht Marlon Possard mit Redakteurin Margit Wickhoff von der Community für Unternehmenskommunikation über die KI-Verordnung (KI-VO) der Europäischen Union (EU), die Bedeutung ethischer Leitplanken und darüber, was Kreativität im Zeitalter von Algorithmen überhaupt noch ausmacht. Ein spannender Blick auf Chancen, Grenzen und die Verantwortung im digitalen Wandel. (Bildcredit: Wickhoff/Possard)

Trump & Social Screening: Marlon Possard zu Gast in der ZIB1 (ORF), in Radio Ö1 & Radio Ö3

Inmitten der politisch aufgeladenen Atmosphäre unter der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump erlebt die amerikanische Hochschullandschaft einen Wandel, der auch international Wellen schlägt. Marlon Possard, u. a. Gastforscher an der Harvard University (MA, USA), gibt dem ORF exklusive Einblicke in die Entwicklungen an einer der renommiertesten Universitäten der Welt.

„Harvard ist ein Ort der intellektuellen Offenheit, die sich unter Trump massiv verschärft hat“, sagt Possard im Interview. Während sich einige Fakultäten um den Schutz akademischer Freiheiten bemühen, geraten andere unter politischen Druck: „Wir erleben gezielte Eingriffe in die Themenwahl von Forschungsprojekten, besonders wenn es um Diversity, Klimapolitik oder Migration geht. Die staatliche Finanzierung wird zunehmend an ideologische Loyalität geknüpft.“

Als Europäer beobachte er mit einer gewissen Distanz, aber auch mit Sorge, wie stark sich das Klima an amerikanischen Universitäten verändere. „Es gibt eine neue Welle der Selbstzensur – weniger aus Angst vor öffentlicher Empörung, sondern vor staatlicher Repression.“ Harvard sei bislang nicht direkt betroffen, aber die Debatte mache auch dort nicht halt. Trotz allem sieht Possard auch Hoffnung: „Es formiert sich Widerstand – nicht militant, sondern akademisch klar argumentiert. Studierende, Lehrende, auch viele Alumni stellen sich gegen diese schleichende Erosion von Freiheit und Vielfalt.“ Auf die Frage, wie Europa auf diese Entwicklungen reagieren solle, antwortet Possard deutlich: „Wir müssen wachsam sein. Was in Harvard passiert, ist ein Frühindikator für größere Umbrüche – auch diesseits des Atlantiks. Die Wissenschaft darf niemals Nebenschauplatz politischer Machtspiele werden.“ Possard spricht mit dem ORF außerdem über den bedenklichen Einsatz von KI-Systemen durch die US-Grenzbehörde, wo „unliebsame Personen“ gefiltert werden sollen (Stichwort: „Social Screening“) und über die Priorität von gerichtlichen Entscheidungen in solchen Prozessen. (Bildcredit: DS)

  1. Das Gespräch in der „Zeit im Bild 1“ (ORF) finden Sie HIER.
  2. Der Beitrag von „ORF Wissen“ kann HIER aufgerufen werden.

Talk zum Thema „Verwaltung – Werte – Verantwortung“

Im Rahmen der Reihe „Urban Forum Talks“ war im Juni 2025 Marlon Possard zu Gast im Egon-Matzner-Institut für Stadtforschung in Wien. Unter dem Titel „Verwaltung – Werte – Verantwortung: Warum Ethik im Zeitalter der Polarisierung so wichtig ist“ beleuchtete Possard im Gespräch mit Generalsekretär Dr. Bernhard Müller die wachsende Bedeutung ethischer Grundhaltungen im öffentlichen Dienst und in städtischen Verwaltungen.

In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Spannungen, wachsender politischer Polarisierung und schwindenden Vertrauens in staatliche Institutionen sei es, so Possard, „dringender denn je, dass Verwaltung nicht nur effizient, sondern auch werteorientiert und verantwortungsvoll handelt.“ Dabei betonte er, dass Ethik in der Verwaltung nicht als bloßer Zusatz verstanden werden dürfe, sondern als Grundlage jeder nachhaltigen und demokratischen Stadtentwicklung.

Die „Urban Forum Talks“, die regelmäßig aktuelle Fragen der Stadtforschung in den Fokus rücken, boten den idealen Rahmen für einen interdisziplinären Austausch. Besonders hob Possard die Rolle von Transparenz, Fairness und Gemeinwohlorientierung hervor – Werte, die laut Possard „nicht nur Vertrauen schaffen, sondern auch Polarisierung entgegenwirken können.“ Es braucht, so ein zentrales Fazit des Interviews, eine neue Kultur des Hinhörens, des Reflektierens und des verantwortlichen Handelns im Public Sector. Das Interview finden Sie HIER. (Bildcredit: Urban Forum)

Marlon Possard