Was bedeutet das rasante Vordringen von Künstlicher Intelligenz (KI) für unsere psychische Gesundheit? Können Chatbots Einsamkeit lindern, Diagnosen unterstützen oder sogar therapeutisch wirksam sein? Welche Risiken bringt der Einsatz von KI in einem so sensiblen Bereich wie der Gesundheitsversorgung mit sich? Und wo verlaufen die ethischen und rechtlichen Grenzen? Diesen und weiteren Fragen widmete sich im April 2026 eine Podiumsdiskussion an der Fakultät für Medizin der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien (SFU).
Digitale Anwendungen ermöglichen bereits heute eine schnelle, niederschwellige Unterstützung und eröffnen neue Wege für personalisierte Therapieempfehlungen. Doch bleibt KI ein unterstützendes Werkzeug – oder entwickelt sie sich zu einem Ersatz für Therapeut:innen? Ebenso stellt sich die Frage, ob ihre Nutzung Abhängigkeiten fördern, psychische Störungen verstärken oder zu problematischen Selbstdiagnosen führen kann. Diese Themen betreffen nicht nur fachliche und ethische Überlegungen, sondern auch rechtliche und gesundheitspolitische Fragestellungen. Wer trifft künftig diagnostische und therapeutische Entscheidungen – und wer trägt letztlich die Verantwortung?
An der Diskussion beteiligten sich Univ.-Prof.in Dr.in Christiane Eichenberg (Psychologin, Psychotherapeutin und Leiterin des Instituts für Psychosomatik an der Medizinischen Fakultät der SFU), Dr. Marlon Possard, MSc, MA (Experte für Recht, Ethik und KI sowie Leiter des Fachbereichs für Ethik der KI an der SFU) sowie Julius Stockhausen, MSc, BSc (Psychologe und Dozent). Die Moderation der fakultätsübergreifenden Veranstaltung übernahm Monika Lerch, MA, BSc. (Bildcredit: SFU)

