Marlon Possard beim Digital Public Summit Austria 2026

Im September 2026 war Marlon Possard beim Digital Public Summit Austria im Haus der Ingenieure in Wien als Panelteilnehmer zu Gast. Der jährlich stattfindende Branchentreff bringt IT- und Digitalisierungsverantwortliche des österreichischen öffentlichen Sektors zusammen und schafft Raum für den fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen, technologische Innovationen und die digitale Zukunft der Verwaltung.

Im Mittelpunkt des Paneltalks „Agentic AI vs. Human in the Loop – was ist in der Verwaltung möglich?“ stand die Frage, wie weit Künstliche Intelligenz (KI) Verwaltungsprozesse künftig eigenständig unterstützen, steuern und teilweise auch automatisieren kann – von der Vorbereitung von Entscheidungen bis hin zu komplexeren Prozessschritten.

Gemeinsam mit Gerhard Friedrich (360PM Dr. Friedrich & Partner), Florian Tursky (Global GovTech Center Berlin, Staatssekretär der Republik Österreich a. D.), Georg Fuchs (Land Oberösterreich), Daniel Hikes-Wurm (Bundesministerium für Landesverteidigung) und Brigitte Lutz (Stadt Wien) diskutierte Possard die Chancen und Herausforderungen sog. Agentic AI für den öffentlichen Sektor.

Dabei ging es nicht nur um die Frage, was technologisch möglich ist, sondern primär auch darum, was rechtlich und ethisch verantwortbar ist. Agentische KI-Systeme können künftig in der Lage sein, eigenständig Handlungsschritte zu planen, Informationen zu verarbeiten und innerhalb definierter Rahmenbedingungen Prozesse auszuführen. Vor allem im hoheitlichen Bereich stellt sich damit jedoch die Frage, wo menschliche Kontrolle unverzichtbar bleibt und welche Entscheidungen nicht an ein KI-System delegiert werden dürfen.

Aus der Perspektive von Recht, Ethik und KI betonte Possard im Speziellen die Bedeutung des „Human-in-the-Loop“-Prinzips: Der KI-Einsatz im Public Sector müsse so gestaltet werden, dass Effizienzgewinne nicht zulasten von Transparenz, Verantwortlichkeit, Datenschutz und Rechtsschutz gehen. Gleichzeitig biete KI große Potenziale, Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten, Mitarbeiter:innen zu entlasten und Bürger:innen schneller und zielgerichteter zu unterstützen.

Der Paneltalk machte jedenfalls deutlich, dass die digitale Transformation der Verwaltung weit über die Einführung neuer Technologien hinausgeht. Agentic AI verändert grundlegend die Frage, wie Verwaltungsprozesse organisiert, kontrolliert und verantwortet werden können. Von Bedeutung wird daher sein, technologische Innovation mit klaren rechtlichen Rahmenbedingungen, ethischer Reflexion und einer konsequenten Orientierung am Menschen zu verbinden. (Bildcredit: LSZ/Symonds de Montfort)

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