Glaube 2.0? KI – Ein Thema, das bewegt(e)

Viele Menschen, viele Gespräche und ein Thema, das sichtbar bewegt(e): Künstliche Intelligenz (KI). In einer ganz besonderen Kulisse – der Pfarrkirche Ernstbrunn im niederösterreichischen Weinviertel – hielt Marlon Possard am 18. September 2026 den Vortrag „Glaube 2.0 – Sind wir noch das ‚Salz der Erde‘?“

Es war ein besonderer Ort für ein Thema, das aktueller kaum sein könnte: Zwischen den Mauern eines traditionsreichen Kirchenraumes wurde über eine Technologie gesprochen, die unsere Gegenwart und Zukunft tiefgreifend verändert. Dabei wurde schnell deutlich: KI ist längst bei den Menschen angekommen. Nicht nur in Unternehmen, Schulen oder Forschungseinrichtungen, sondern mitten in unserem Alltag – und damit auch mitten in unseren Fragen nach Menschsein, Verantwortung, Gemeinschaft, Vertrauen und Glauben.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand deshalb nicht allein die technische Entwicklung der KI. Es ging primär um die Frage, was diese Entwicklung mit uns als Menschen macht. Was bleibt menschlich, wenn KI-Systeme immer mehr können? Wo brauchen wir Technologie und wo brauchen wir weiterhin Begegnung, Empathie, Gewissen und Verantwortung? Und welche Rolle kann Kirche in einer Welt spielen, die sich durch Digitalisierung und KI zunehmend verändert? Fragen, die auch in der Enzyklika „Magnifica humanitas“ von Papst Leo XIV. eine zentrale Rolle spielen: Bei aller technologischen Entwicklung darf nämlich der Mensch nicht aus dem Mittelpunkt geraten. So bleiben auch Religion und Glaube von der KI-Entwicklung nicht unberührt. Kirche steht vor neuen Fragen und neuen Möglichkeiten. Digitale Technologien verändern Kommunikation, Bildung und Gemeinschaft und damit auch die Art und Weise, wie Menschen über Glauben sprechen, nach Sinn suchen und miteinander in Beziehung treten.

Wie sehr diese Themen die Menschen beschäftigen, zeigte sich besonders nach dem Vortrag. Viele persönliche Gespräche und Fragen machten deutlich, dass die Auseinandersetzung mit KI nicht abstrakt ist. Sie berührt ganz konkrete Lebensbereiche und wirft Fragen auf, die uns als Gesellschaft und als Glaubensgemeinschaft noch lange begleiten werden. Der Vortrag war zugleich Begegnung, Diskussion und ein gemeinsames Nachdenken über die Zukunft.

Ein herzlicher Dank gilt der Erzdiözese Wien und dem Pfarrverband Leiser Berge in Niederösterreich für das spezielle Vertrauen und die Möglichkeit, diesen Dialog an einem so besonderen Ort führen zu dürfen. (Bildcredit: DS)

KI, Recht & Ethik: Vortrag im Wiener Gesundheitsverbund

Am 17. September 2026 stand beim Ethik-Café des Wiener Gesundheitsverbundes in der Klinik Donaustadt die Künstliche Intelligenz (KI) im Mittelpunkt. Unter dem Titel „KI im Gesundheitssektor: Zwischen Recht und Medizin“ sprach Marlon Possard über die aktuellen Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen des Einsatzes von KI im Gesundheitswesen.

Das Interesse war groß: Das Ethik-Café war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die große Beteiligung zeigte, dass die Auseinandersetzung mit KI mittlerweile unmittelbar im Gesundheitsbereich angekommen ist. KI wird bereits in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt – von Diagnostik und Forschung über Dokumentation und Verwaltung bis hin zur Unterstützung medizinischer Entscheidungen.

Im Vortrag wurde speziell die Verbindung von medizinischer Praxis, rechtlichen Rahmenbedingungen und ethischer Verantwortung beleuchtet. Auch die konkrete Verwendung von ChatGPT durch Ärzt:innen und das Pflegepersonal wurde thematisiert. Dabei ging es unter anderem darum, welche rechtlichen und ethischen Aspekte bei der Nutzung generativer KI im Gesundheitsbereich berücksichtigt werden müssen und wo im Umgang mit sensiblen Informationen besondere Vorsicht geboten ist, weil der Einsatz von KI im Gesundheitswesen neben technologischen Möglichkeiten auch Fragen zu Datenschutz, Haftung, Verantwortung, Transparenz und menschlicher Entscheidungsautonomie mit sich bringt. Vor allem bei generativen KI-Systemen wird deutlich, dass ein verantwortungsvoller Umgang nicht allein eine technische Frage ist, sondern ebenso rechtliche und ethische Kompetenz voraussetzt. Diese interdisziplinäre Perspektive machte den Austausch mit den Teilnehmer:innen besonders spannend.

Die anschließenden Gespräche und Diskussionen boten Raum für konkrete Erfahrungen aus dem Gesundheitsalltag und für einen offenen Austausch über die weitere Entwicklung. Dabei wurde deutlich, dass viele Mitarbeiter:innen bereits mit KI und ihren Auswirkungen konfrontiert sind und ein hoher Bedarf an Orientierung und gemeinsamer Reflexion besteht. (Bildcredit: AL)

Marlon Possard zu Gast bei Krone TV: KI-Brillen und Datenschutz

Im September 2026 war Marlon Possard zu Gast bei Journalistin Jana Pasching bei Krone TV. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz (KI), speziell in Bezug auf KI-Brillen bzw. „Smart Glasses“, sowie damit verbundene Fragen zu Datenschutz, Recht und Ethik.

Thematisiert wurde außerdem der aktuelle österreichische Gesetzesentwurf zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum. Dabei ging es u. a. um die geplante Altersverifikation beim Zugang zu pornografischen Inhalten und die Frage, welche Rolle digitale Identitäten – wie etwa die ID Austria – dabei spielen können (Stichwort: Altersprädikat).

Das Gespräch zeigte einmal mehr, wie eng technologische Innovation, rechtliche Regulierung und ethische Verantwortung miteinander verbunden sind. Für Possard steht dabei eine zentrale Frage im Vordergrund: Wie können wir digitale Technologien nutzen und gleichzeitig Datenschutz, Freiheit und den Schutz von Kindern und Jugendlichen gewährleisten? Es geht nicht um Jugendschutz oder Privatsphäre, sondern darum, wie beide Bereiche miteinander wirksam in Einklang gebracht werden können. HIER gelangen Sie zum TV-Interview. (Bildcredit: Krone TV/Zinner)

Marlon Possard beim Digital Public Summit Austria 2026

Im September 2026 war Marlon Possard beim Digital Public Summit Austria im Haus der Ingenieure in Wien als Panelteilnehmer zu Gast. Der jährlich stattfindende Branchentreff bringt IT- und Digitalisierungsverantwortliche des österreichischen öffentlichen Sektors zusammen und schafft Raum für den fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen, technologische Innovationen und die digitale Zukunft der Verwaltung.

Im Mittelpunkt des Paneltalks „Agentic AI vs. Human in the Loop – was ist in der Verwaltung möglich?“ stand die Frage, wie weit Künstliche Intelligenz (KI) Verwaltungsprozesse künftig eigenständig unterstützen, steuern und teilweise auch automatisieren kann – von der Vorbereitung von Entscheidungen bis hin zu komplexeren Prozessschritten.

Gemeinsam mit Gerhard Friedrich (360PM Dr. Friedrich & Partner), Florian Tursky (Global GovTech Center Berlin, Staatssekretär der Republik Österreich a. D.), Georg Fuchs (Land Oberösterreich), Daniel Hikes-Wurm (Bundesministerium für Landesverteidigung) und Brigitte Lutz (Stadt Wien) diskutierte Possard die Chancen und Herausforderungen sog. Agentic AI für den öffentlichen Sektor.

Dabei ging es nicht nur um die Frage, was technologisch möglich ist, sondern primär auch darum, was rechtlich und ethisch verantwortbar ist. Agentische KI-Systeme können künftig in der Lage sein, eigenständig Handlungsschritte zu planen, Informationen zu verarbeiten und innerhalb definierter Rahmenbedingungen Prozesse auszuführen. Vor allem im hoheitlichen Bereich stellt sich damit jedoch die Frage, wo menschliche Kontrolle unverzichtbar bleibt und welche Entscheidungen nicht an ein KI-System delegiert werden dürfen.

Aus der Perspektive von Recht, Ethik und KI betonte Possard im Speziellen die Bedeutung des „Human-in-the-Loop“-Prinzips: Der KI-Einsatz im Public Sector müsse so gestaltet werden, dass Effizienzgewinne nicht zulasten von Transparenz, Verantwortlichkeit, Datenschutz und Rechtsschutz gehen. Gleichzeitig biete KI große Potenziale, Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten, Mitarbeiter:innen zu entlasten und Bürger:innen schneller und zielgerichteter zu unterstützen.

Der Paneltalk machte jedenfalls deutlich, dass die digitale Transformation der Verwaltung weit über die Einführung neuer Technologien hinausgeht. Agentic AI verändert grundlegend die Frage, wie Verwaltungsprozesse organisiert, kontrolliert und verantwortet werden können. Von Bedeutung wird daher sein, technologische Innovation mit klaren rechtlichen Rahmenbedingungen, ethischer Reflexion und einer konsequenten Orientierung am Menschen zu verbinden.

HIER gelangen Sie zum LSZ-Nachbericht. (Bildcredit: LSZ/Symonds de Montfort)

Quo vadis KI & Religion? Marlon Possard in Ö1 (ORF)

Marlon Possard war im August 2026 in ORF Ö1 zu Gast und sprach über den zunehmenden Einsatz von KI im kirchlichen und religiösen Bereich. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen standen die ethischen Grenzen technologischer Unterstützung in der Seelsorge sowie die Frage, wie sich Innovation und menschliche Verantwortung miteinander verbinden lassen.

Ausgehend von der päpstlichen Enzyklika „Magnifica humanitas“ betonte Possard, dass nicht allein entscheidend sei, was KI technisch leisten könne, sondern vor allem, was sie leisten dürfe. Speziell in der Seelsorge könne KI zwar unterstützen, Informationen zugänglich machen und pastorale Arbeit erleichtern, jedoch niemals die persönliche Begegnung, die menschliche Nähe und das für die Seelsorge zentrale Vertrauen nicht ersetzen.

Darüber hinaus thematisierte Possard Fragen der Verantwortungszuordnung und der Menschenwürde sowie den Ressourcenverbrauch moderner KI-Systeme. Für ihn steht fest: Je stärker KI in gesellschaftliche und religiöse Lebensbereiche vordringt, desto wichtiger wird eine klare ethische Orientierung – auch und gerade für Religionsgemeinschaften. Possards zentrale Frage richtet sich dabei auf das, was auch im KI-Zeitalter unverzichtbar bleiben muss: „Was müssen wir tun, damit wir in Zeiten von KI eines nicht verlieren, nämlich die Fähigkeit, einem anderen Menschen wirklich nahe zu sein?“ Das sei nicht nur eine religiöse Frage, so Possard. HIER gelangen Sie zum Kurzinterview (Ö1) und HIER finden Sie den ORF-Begleitbericht. (Bildcredit: Pixabay)

Einladung: Österreichischer Sicherheitstag 2026

30. September 2026 | 09:00–19:00 Uhr | Palais Eschenbach & Haus der Ingenieure, Eschenbachgasse 9–11, 1010 Wien | HIER gelangen Sie zu weiteren Informationen.

Der Österreichische Sicherheitstag 2026 bringt Expert:innen, Unternehmen und Entscheidungsträger:innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und widmet sich aktuellen Entwicklungen rund um Sicherheit, Cybersecurity, Datenschutz, KI-basierte Überwachung, Personen- und Objektschutz sowie moderne Sicherheitstechnologien. Neben hochkarätigen Fachvorträgen erwarten die Teilnehmer:innen innovative Aussteller:innen, Praxis-Einblicke und vielfältige Networking-Möglichkeiten.

Exklusiv: Student:innen von Marlon Possard – unabhängig von Semester und Fachrichtung – können kostenlos am Österreichischen Sicherheitstag 2026 teilnehmen! Statt des regulären Tagestickets von EUR 195,00 ist die Teilnahme für diesen Personenkreis kostenfrei! Die Plätze sind jedoch begrenzt. Bitte daher frühzeitig per E-Mail an marlon.possard@jus.sfu.ac.at anmelden.

Der Österreichische Sicherheitstag bietet jedenfalls eine hervorragende Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Sicherheit, Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz, Recht und Ethik unmittelbar mit Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis zu diskutieren. (Bildcredit: ÖST/Roner)

Neue Publikation im Bereich Ethik & Compliance für den Public Sector

Neu erschienen im Facultas Verlag: Ein praxisorientiertes Casebook zu Ethik und Compliance in der öffentlichen Verwaltung. HIER gelangen Sie zur Publikation!

Das Werk bietet eine Sammlung von Übungs- und Prüfungsfällen zur ethischen Verwaltungspraxis und widmet sich zentralen Fragen von Ethik, Integrität und Compliance im Public Sector. Anhand praxisnaher und realitätsgetreuer Szenarien aus unterschiedlichen Bereichen der öffentlichen Verwaltung – darunter Bundesheer, Gesundheit, Polizei, Justiz, Gemeinde, Arbeitsmarkt und Bildung – werden typische Dilemmata des Verwaltungsalltags aufgegriffen, analysiert und systematisch bearbeitet.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ethische Entscheidungsfindung und verantwortungsbewusstes Handeln auch in komplexen Situationen der Verwaltungspraxis gelingen können. Ein eigens entwickeltes Schema zur strukturierten Fallanalyse zeigt Schritt für Schritt, wie ethische Fälle systematisch analysiert und bearbeitet werden können. Ergänzend stellt das Casebook ein neuartiges integratives Modell vor, das praxisorientierte Wege zur bestmöglichen Implementierung von Ethik in die Verwaltungspraxis aufzeigt.

Das Werk eignet sich für Studium, Ausbildung und Weiterbildung in Verwaltung, Public Management und verwandten Disziplinen. Es unterstützt sowohl Student:innen bei der gezielten Vorbereitung auf Prüfungen als auch Praktiker:innen bei der Entwicklung und Vertiefung ihrer ethischen Entscheidungskompetenz. Es zeigt auf, dass Ethik und Compliance zentrale Voraussetzungen für eine verantwortungsvolle, integre und zukunftsorientierte öffentliche Verwaltung sind. (Bildcredit: Pixabay)

Expert:innenkonferenz zur Zukunft der KI-Regulierung im EU-Parlament

Auf Einladung der S&D-Fraktion referierte Marlon Possard am 24. Juni 2026 im Europäischen Parlament in Brüssel im Rahmen der Fachkonferenz „Connecting Generations“ zu den aktuellen Entwicklungen rund um den EU AI Act sowie zu den rechtlichen und ethischen Herausforderungen der Regulierung Künstlicher Intelligenz (KI) auf europäischer Ebene.

Die Veranstaltung brachte hohe Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zusammen und widmete sich den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Herausforderungen Europas im digitalen Zeitalter. Im Mittelpunkt standen speziell Fragen der Generationengerechtigkeit, der digitalen Transformation sowie der verantwortungsvollen Gestaltung neuer Technologien für alle Menschen in der Europäischen Union (EU).

Unter dem Titel „AI Act and AI Regulation: Legal and Ethical Perspectives“ analysierte Possard die Auswirkungen des umfassenden Rechtsrahmens für KI und gab einen fundierten Überblick über die regulatorischen Anforderungen, die sich aus dem AI Act für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Rechtsadressat:innen ergeben. Im Mittelpunkt des Vortrags standen außerdem die praktischen Konsequenzen des AI Acts für die Umsetzung von KI-Systemen in Europa. Ebenso wurden ein mögliches Recht auf ein analoges Leben, das EU-weite Verbot von sexualisierten Deepfakes ab Dezember 2026 und spezifische Fragen der digitalen Souveränität diskutiert.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den ethischen Fragestellungen moderner KI-Anwendungen. Possard betonte dabei die Notwendigkeit eines ausgewogenen Regulierungsansatzes, der einerseits Innovation und Wettbewerbsfähigkeit Europas stärkt und andererseits den Schutz von Grundrechten, demokratischen Werten und gesellschaftlichem Vertrauen in neue Technologien gewährleistet.

Zu den Teilnehmer:innen der Konferenz zählten unter anderem die österreichische EU-Abgeordnete Elisabeth Grossmann sowie die Vizepräsidentin des EU-Parlaments Christel Schaldemose, die sich ebenfalls mit aktuellen Herausforderungen der europäischen Digital- und Gesellschaftspolitik auseinandersetzten.

Im Rahmen seines Aufenthalts im EU-Parlament nahm Marlon Possard darüber hinaus an mehreren Fachgesprächen und Ausschusssitzungen teil. Dabei standen aktuelle Gesetzesinitiativen und regulatorische Entwicklungen im Bereich Digitalisierung und KI im Mittelpunkt. Besonderes Interesse galt den Beratungen rund um den sog. „Digital Omnibus“, mit dem bestehende digitale EU-Regulierungsrahmen hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit, Effizienz und Wettbewerbswirkung überprüft und weiterentwickelt werden sollen. (Bildcredits: Bernal Revert/BR&U)

Expert:innenforum zum Thema „Digitale Gemeinden 2035“

Auf Einladung des Bundesratspräsidenten Markus Stotter, BA, nahm Marlon Possard am 2. Juni 2026 am Expert:innenforum „Digitale Gemeinde 2035“ im Österreichischen Parlament teil. Die Veranstaltung brachte führende Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis zusammen, um die Zukunft der Digitalisierung auf kommunaler Ebene zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen der digitalen Infrastruktur, der Datenkompetenz, der Vernetzung von Gemeinden sowie der gemeinwohlorientierten Gestaltung des digitalen Wandels. Das Forum wurde vom Präsidenten des Bundesrates initiiert und fand im Bundesratssaal des Parlaments in Wien statt. Ein Ziel der aktuellen Bundesratspräsidentschaft ist es, Gemeinden auf ihrem Weg in eine zunehmend vernetzte Zukunft zu unterstützen und den Wissenstransfer zwischen Politik, Verwaltung und Praxis zu fördern.

Die Teilnahme bot für Expert:innen die Gelegenheit, unterschiedliche Erfahrungswerte zu den Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation von Gemeinden einzubringen und sich mit namhaften Fachpersonen aus dem In- und Ausland auszutauschen. Im Rahmen der Diskussionen wurden innovative Ansätze vorgestellt, wie Gemeinden digitale Technologien nutzen können, um Verwaltungsprozesse zu modernisieren, die Lebensqualität der Bürger:innen zu erhöhen und die regionale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

„Die Digitalisierung der Gemeinden ist weit mehr als eine technische Herausforderung. Sie ist ein zentraler Baustein für lebenswerte, zukunftsfähige und zugleich resiliente Regionen. Der Austausch mit Expert:innen aus unterschiedlichen Bereichen hat gezeigt, wie wichtig gemeinsame Strategien und praxisnahe Lösungen für die kommunale Entwicklung sind“, betont Marlon Possard. (Bildcredit: Österreichisches Parlament)

Vortrag über KI in der Strafverfolgung und Polizeiarbeit

Ob in Strafverfolgung, öffentlicher Verwaltung oder Sicherheitsorganisationen – der Einsatz von KI verändert sowohl operative Abläufe als auch strategische Entscheidungen innerhalb behördlicher Strukturen. Automatisierte Erkennung von Gefahrensituationen, Analyse großer Datenmengen, Mustererkennung in Bildern und Videos oder die Optimierung komplexer Einsatzprozesse: KI bietet ein breites Spektrum an Anwendungen, die den Arbeitsalltag von Sicherheitsbehörden und Organisationen tiefgreifend beeinflussen. Gleichzeitig stehen diese Entwicklungen im Spannungsfeld zwischen technologischen Innovationen, ethischen Implikationen, Datenschutz und gesellschaftlicher Verantwortung.

Der Fachbereich Public Management der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Campus Wien (HCW) lud am 20. Mai 2026 Studierende, Absolvent:innen, Lehrende und Forschende sowie Vertreter:innen aus Verwaltung, Sicherheitsorganisationen, Politik, Wirtschaft und Bürger:innen zur Campus Lecture zum Thema „KI in der Strafverfolgung und Polizeiarbeit“. Marlon Possard zeigte aus Sicht der Wissenschaft auf, wie KI-basierte Systeme in unterschiedlichen Bereichen der polizeilichen Tätigkeit eingesetzt werden, welche Potenziale sich daraus ergeben und wo Grenzen, Herausforderungen und notwendige Rahmenbedingungen bestehen. Dabei wurden sowohl technologische Grundlagen als auch organisatorische, rechtliche und ethische Aspekte berücksichtigt. Ein besonderes Highlight war zudem der Gastvortrag mit Live-Demo zum Thema „Bildanalyse, Critical Event Management und weitere Praxisbeispiele“ von DI (FH) Markus Zeppenfeld von der Fa. Primion Technology GmbH. Possard dazu: „Es ist wichtig, dass wir versuchen, akademische Lehre und praktische Anwendungen bestmöglich zu verbinden. So hat Forschung einen wesentlichen Mehrwert für die Praxis und umgekehrt. Die Campus Lecture hat aufgezeigt, dass das Interesse an KI-Entwicklungen im Bereich der Polizei- und Ermittlungstätigkeit sehr groß ist und wie KI-Systeme die Polizei schon jetzt dabei unterstützen, in Einsatzlagen rascher und zielgerichteter zu agieren.“ (Bildcredit: HCW/Leitner)

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