Programm „Ethik für die Wirtschaft & Unternehmensführung – Trained in Business Ethics“ startet im Herbst 2026 | Leitung des Zertifikatsprogramms: Dr. Marlon Possard
Mit einem neuen Zertifikatsprogramm starten die Akademie „incite“ des Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Campus Wien Academy (CWA), die Hochschule Campus Wien (HCW) sowie „proEthikAUSTRIA“ eine gemeinsame Weiterbildung für verantwortungsvolle Unternehmensführung mit Fokus auf Ethik und Künstliche Intelligenz (KI). Das Zertifikatsprogramm richtet sich an Unternehmer:innen, Führungskräfte sowie Berater:innen und vermittelt praxisorientierte Kompetenzen im Bereich Business Ethics. Die akademische Leitung des Zertifikatsprogramms obliegt dabei Marlon Possard.
Das Zertifikatsprogramm ist modular aufgebaut, die einzelnen Micro-Credentials oder Module können auch separat absolviert werden. Teilnehmer:innen aller Module erhalten ein europaweit gültiges Micro-Credential-Zertifikat. Das Zertifikatsprogramm „Ethik für die Wirtschaft & Unternehmensführung – Trained in Business Ethics“ startet am 1. Oktober 2026 in Wien. Weitere Informationen finden Sie HIER. (Bildcredit: Rajcsanyi-Buchtova/WKÖ)
Der Multilateralismus – und somit das Völkerrecht – steht zunehmend unter Druck und damit auch eines der zentralen Fundamente der internationalen Ordnung. Vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und einer sich verschärfenden Systemkonkurrenz geraten etablierte Formen internationaler Zusammenarbeit spürbar ins Wanken. Die Frage, wie tragfähig multilaterale Strukturen heute noch sind und welche Perspektiven sich für ihre Weiterentwicklung ergeben, steht daher mehr denn je im Fokus politischer und wissenschaftlicher Debatten.
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für internationale Politik („International“ / Heft 1/2026 / März 2026) widmet sich ein ausführliches Interview mit Marlon Possard genau diesen Entwicklungen. Im Gespräch analysiert Bernhard Müller die Ursachen und Dynamiken der gegenwärtigen Krise des Multilateralismus und ordnet sie in den Kontext globaler Machtverschiebungen ein. Dabei wird deutlich, dass speziell die zunehmende Fragmentierung der internationalen Ordnung, der wachsende Einfluss nationalstaatlicher Interessen sowie die eingeschränkte Handlungsfähigkeit internationaler Organisationen zentrale Herausforderungen darstellen.
Zugleich zeigt das Interview differenziert auf, dass es sich weniger um ein Ende als vielmehr um eine Phase tiefgreifender Transformation handelt. Neue und flexiblere Kooperationsformate entstehen parallel zu bestehenden Institutionen und verändern die Logik internationaler Zusammenarbeit nachhaltig. Diese Entwicklungen eröffnen sowohl Chancen für effizientere Abstimmungsprozesse als auch Risiken einer weiteren politischen und institutionellen Zersplitterung. Das Gespräch liefert damit nicht nur eine fundierte Analyse der aktuellen Lage, sondern auch wichtige Impulse für die Frage, wie multilaterale Strukturen künftig gestaltet werden können, um globalen Herausforderungen weiterhin wirksam zu begegnen.
Der Beitrag ist in der aktuellen Ausgabe von „International“ nachzulesen und richtet sich an alle, die sich vertieft mit Fragen internationaler Politik auseinandersetzen möchten. HIER gelangen Sie zum vollständigen Interview. (Bildcredit: Zeitschrift für internationale Politik)
Wie häufig haben österreichische Behörden Kontakt mit sogenannten „Staatsverweiger:innen“, „Reichsbürger:innen“ oder „Selbstverwalter:innen“? In welchen Situationen treten solche Kontakte auf, und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für Polizei und öffentliche Verwaltung? Diesen Fragen widmet sich eine österreichweite Erhebung, die erstmals systematisch die Erfahrungen von Behörden mit diesen Phänomenen untersucht.
Die Studie wurde von Marlon Possard (Forschungsprojektleiter) und Sonja Bleichert (wissenschaftliche Projektmitarbeiterin) zwischen August und Dezember 2025 unter Einsatz qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im März 2026 veröffentlicht. Die Untersuchung stellt die erste Erhebung dieser Art in Österreich dar und liefert erstmals empirische Daten sowie systematische Einblicke in Behördenkontakte mit Personen aus dem Spektrum der „Staatsverweiger:innen“, wodurch sie zu einem besseren Verständnis der Situation in Österreich beiträgt. Ziel der Studie war es, ein fundiertes Bild darüber zu gewinnen, wie häufig und in welchen Kontexten verschiedene Behörden (z. B. Polizei, Gerichte, Staatsanwaltschaften, Gemeinden, Magistrate, Bildungsdirektionen, Ministerien) mit entsprechenden Akteur:innen konfrontiert sind.
In den vergangenen Jahren haben entsprechende ideologische Strömungen auch im deutschsprachigen Raum zunehmend Aufmerksamkeit erfahren, woraus sich für staatliche Institutionen praktische Herausforderungen ergeben (bspw. im Zusammenhang mit Verwaltungsverfahren, im Rahmen polizeilicher Maßnahmen oder im alltäglichen Behördenkontakt). Die Ergebnisse der Erhebung wurden in der Fachzeitschrift „Polizei & Wissenschaft“ veröffentlicht (Ausgabe 4/2025; Verlag für Polizeiwissenschaften). Neben der wissenschaftlichen Einordnung liefert die Studie auch praxisrelevante Erkenntnisse für Behörden und Sicherheitsinstitutionen. Speziell durch die systematische Erhebung lassen sich Herausforderungen, typische Muster von Behördenkontakten sowie mögliche Handlungsbedarfe besser identifizieren. HIER gelangen Sie zur Studie. (Bildcredit: Fachzeitschrift Polizei & Wissenschaft)
Bereits seit einigen Jahren organisiert Marlon Possard als Hochschullehrer zahlreiche Exkursionen zu staatlichen Institutionen und Einrichtungen (u. a. zum Straflandesgericht, zum Österreichischen Rundfunk), um den Transfer zwischen Wissenschaft, akademischer Lehre und Praxis – speziell für Studierende – zu fördern. Auch bei der Exkursion zur österreichischen Bundespräsidentschaftskanzlei im März 2026 war das Interesse groß: Knapp 30 Studierende aus verschiedenen Studiengängen nahmen an der Exkursion teil.
Vor Ort führte die Rechtsabteilung der Präsidentschaftskanzlei durch das Haus und gewährte spannende Einblicke in die Arbeitsweise der Institution. Neben der Besichtigung der Räumlichkeiten des Amtssitzes des österreichischen Bundespräsidenten (seit 2017: Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der Bellen) standen insbesondere die Aufgaben und verfassungsrechtlichen Funktionen des Staatsoberhaupts im Mittelpunkt der Erläuterungen. Die Studierenden erhielten dabei einen anschaulichen Eindruck davon, wie politische und administrative Prozesse im Umfeld der Präsidentschaft – insbesondere im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren – praktisch umgesetzt werden.
Die Exkursion bot damit eine hervorragende Gelegenheit, theoretische Inhalte mit praktischen Erfahrungen zu verbinden und staatliche Institutionen aus nächster Nähe kennenzulernen. Für die Studierenden war der Besuch ein besonderes Highlight – vor allem das bekannte Maria-Theresien-Zimmer, das Schlafgemach von Kaiserin Maria Theresia (1717-1780) – und ein weiterer Beleg für den Mehrwert praxisnaher Einblicke in die Arbeit öffentlicher Institutionen.(Bildcredit: Präsidentschaftskanzlei).
Ab März 2026 erweitert die RA-Kanzlei Mag. Michael Lanzinger (Wels, Oberösterreich) ihr fachliches Profil im Strafrecht: Marlon Possard konnte als Legal Consultant für die Bereiche Ethik des Strafrechts und der Strafverfolgung, Jugendstrafrecht sowie Cybercrime gewonnen werden und wird diese Fachbereiche strategisch weiterentwickeln.
Fokus auf Ethik im Strafrecht und in der Strafverfolgung
Die ethische Dimension strafrechtlicher Verfahren gewinnt zunehmend an Bedeutung. Fragen nach Verhältnismäßigkeit, rechtsstaatlichen Garantien, dem Schutz individueller Grundrechte und der Verantwortung staatlicher Strafverfolgungsbehörden stehen stärker im öffentlichen Diskurs denn je. Mit seiner Expertise als Hochschullehrer (Schwerpunkte sind u. a. Rechtsethik und Rechtsphilosophie) wird Possard insbesondere an der Schnittstelle zwischen Rechtsdogmatik, Praxis und gesellschaftlicher Verantwortung tätig sein. Ziel ist es, Mandant:innen nicht nur juristisch fundiert, sondern auch unter Berücksichtigung ethischer Leitlinien zu beraten (vor allem im Rahmen von sensiblen und öffentlichkeitswirksamen Verfahren).
Spezialisierung im Jugendstrafrecht
Ein weiterer Schwerpunkt von Possard liegt im Jugendstrafrecht. Verfahren gegen junge Beschuldigte erfordern ein besonderes Maß an Sensibilität, pädagogischem Verständnis und prozessualer Präzision. Hier wird Possard Konzepte unterstützen, die auf Resozialisierung statt reiner Sanktionierung, auf einer individuellen Fallbetrachtung und auf nachhaltige rechtliche Lösungen basieren.
Kompetenzaufbau im Bereich Cybercrime
Mit der fortschreitenden Digitalisierung wächst auch die Relevanz von Cybercrime-Delikten. Von Datenmissbrauch über digitale Betrugsformen bis hin zu komplexen IT-gestützten Ermittlungsverfahren steigen sowohl die technischen als auch die rechtlichen Anforderungen kontinuierlich. Gleichzeitig rücken ethische Fragestellungen immer stärker in den Mittelpunkt: Wie weit darf staatliche Überwachung im digitalen Raum gehen? Welche Grenzen setzt der Rechtsstaat bei der Auswertung großer Datenmengen? Wie wird der Schutz der Privatsphäre gegenüber effektiver Strafverfolgung ausgewogen? Gerade im Bereich digitaler Ermittlungen treffen technische Möglichkeiten auf sensible Grundrechte. Daher wird eine verantwortungsvolle und ethisch reflektierte juristische Begleitung sukzessive unerlässlich.
Die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis setzt damit ein deutliches Zeichen: Zeitgemäße strafrechtliche Beratung erschöpft sich nicht in dogmatischer Präzision, sondern verlangt die Fähigkeit, rechtliche Analyse mit ethischer Reflexion und technologischer Kompetenz sowie gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein zu verbinden. (Bildcredit: Pixabay)
Im Februar 2026 war Rechts-, Verwaltungswissenschaftler und Philosoph Marlon Possard zu Gast im Krone TV-Studio bei Journalistin Jana Pasching, um über zwei hochaktuelle gesellschafts- und rechtspolitische Themen zu sprechen – nämlich über das geplante Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren in Österreich im Lichte des EU Digital Services Act (DSA) sowie die Bedeutung diversioneller Maßnahmen im österreichischen Strafrecht vor dem Hintergrund jüngster öffentlichkeitswirksamer Fälle.
Thema 1: Social-Media-Verbot unter 14 Jahren – Schutz oder Symbolpolitik?
Possard stellte klar, dass ein pauschales Verbot sozialer Medien für unter 14-Jährige zwar politisch verständlich erscheinen mag, rechtlich und ethisch jedoch differenziert betrachtet werden müsse. Rechtlich verwies er darauf, dass Jugendliche ab 14 Jahren in Österreich bereits über eine eingeschränkte Rechtsmündigkeit verfügen (ABGB). Ein generelles Verbot berühre daher Grundrechte wie Meinungs- und Informationsfreiheit und werfe Fragen der Verhältnismäßigkeit auf. Entscheidend sei, ob ein Totalverbot tatsächlich geeignet und erforderlich sei oder ob mildere Mittel zur Verfügung stehen. Ethisch betonte Possard, dass Verbote allein keine nachhaltige Lösung darstellen. Der digitale Raum sei längst Teil der sozialen Realität junger Menschen. Statt Ausgrenzung brauche es Stärkung: Medienkompetenz und klare Verantwortlichkeit der Plattformbetreiber. Ein Verbot könne kurzfristig ein Signal setzen, löse aber nicht die strukturellen Ursachen problematischer Online-Inhalte oder exzessiver Nutzung.
Thema 2: Diversionelle Maßnahmen – wirksame Alternative zum Strafurteil?
Im zweiten Teil des Gesprächs ging es um diversionelle Maßnahmen im österreichischen Strafprozessrecht, vor allem vor dem Hintergrund medial stark beachteter Fälle (z. B. bei Involvierung von Politiker:innen). Dabei wurde deutlich, dass Diversion nicht nur ein Instrument zur Verfahrensökonomie ist, sondern auch eine wichtige rechtsstaatliche Funktion erfüllt: Sie ermöglicht Verantwortungsübernahme, Schadenswiedergutmachung und eine rasche Konfliktlösung ohne langwieriges Strafverfahren.
In diesem Zusammenhang wurde von Possard angeregt, dass diversionelle Maßnahmen – insbesondere bei Amtsträger:innen und Personen des öffentlichen Lebens – verstärkt gemeinnützige Leistungen umfassen sollten. Gerade bei Personen, die besondere Verantwortung tragen oder eine Vorbildwirkung haben, könnte die Erbringung gemeinnütziger Arbeit vertrauensstärkend gegenüber Rechtsstaat und Demokratie wirken. Sichtbares Engagement zugunsten der Allgemeinheit würde zeigen, dass Verantwortung nicht nur formal, sondern auch praktisch übernommen wird. Zugleich kann ein ehrliches Eingestehen von Fehlern ein wesentlicher Bestandteil einer gelungenen Diversion sein.
Wichtig erscheint für Possard dahingehend auch, dass nicht der Eindruck eines „Einkommensprivilegs“ entsteht. Possard dazu: „Wenn Diversion im Wesentlichen auf Geldzahlungen reduziert wird, kann der Eindruck entstehen, dass finanzielle Leistungsfähigkeit über die tatsächliche Konsequenz entscheidet. Gemeinnützige Leistungen oder andere persönlich zu erbringende Beiträge würden hier einen ausgleichenden Effekt haben und verdeutlichen, dass Diversion keine Frage des Vermögens, sondern der ernsthaften Auseinandersetzung mit dem eigenen Fehlverhalten ist.“ Schließlich wurde angeregt, mehr Kreativität im Rahmen diversioneller Erledigungen seitens der Justiz zuzulassen. HIER gelangen Sie zum Pressebericht. (Bildcredit: Kronen Zeitung)
Im Sommer 2026 erscheint im Springer Verlag das Fachbuch „Ethik und Kommunikation in der Krisenverwaltung in Österreich“ von Marlon Possard und Sonja Bleichert. Das Werk, das im Buchhandel und online erhältlich sein wird, beleuchtet, wie Verwaltung in Ausnahmesituationen verantwortungsvoll entscheidet und kommuniziert – zwischen Zeitdruck, öffentlicher Erwartung und ethischer Verantwortung. Wissenschaftlich fundiert und praxisnah zeigt das Buch, warum Vertrauen, Transparenz und klare Kommunikation zentrale Erfolgsfaktoren moderner Krisenbewältigung sind – und liefert damit wichtige Impulse für Führungskräfte, Entscheidungsträger:innen und Kommunikationsverantwortliche. (Bildcredit: Springer Verlag)
Was passiert, wenn Recht auf Ethik trifft? Mit dieser Leitfrage öffnet der Blog „Possard. | RECHT. ethisch.“ seit 2024 einen Denkraum jenseits bloßer Paragraphen. Im Februar 2026 ist die Publikation „RECHT. ethisch. 2025 – Recht & Ethik im Dialog“ erschienen – eine Sammlung aller rechtsethischen Blogbeiträge von Marlon Possard, veröffentlicht zwischen Dezember 2024 und Dezember 2025 in Kooperation mit dem Facultas Verlag.
Die Texte laden dazu ein, innezuhalten und Stellung zu beziehen. Sie verstehen Recht nicht als rein technisches Regelwerk und Ethik nicht als abstrakte Theorie, sondern als miteinander verflochtene Kräfte, die Verantwortung, Moral und gesellschaftliche Entscheidungen prägen. Behandelt werden aktuelle Fragestellungen – von technologischen Innovationen bis hin zu sozialen Spannungsfeldern – stets mit dem Anspruch, kritisches Denken anzuregen und Konsequenzen mitzudenken. Die Blogsammlung möchte explizit eines deutlich machen: Rechtliche Entscheidungen tragen immer auch eine ethische Dimension in sich. Dieses Spannungsfeld ist offen, dynamisch und fordert zur aktiven Auseinandersetzung auf.
„RECHT. ethisch. 2025“ richtet sich an alle Leser:innen, die nicht nur konsumieren, sondern mitdenken, reflektieren und den Dialog zwischen Recht und Ethik bewusst suchen. Bestellbar direkt bei Facultas oder im Buchhandel. (Bildcredit: Facultas Verlag)
Fesselnder Vortrag an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz (KI) und Ethik vor fast 100 Gästen
Am 20. Januar 2026 präsentierte Marlon Possard sein neues Buch „MORALgorithmus“ im ehrwürdigen Rahmen des Palais Niederösterreich in Wien. Rund 100 Besucher:innen folgten der Einladung in den historischen Blauen Salon, wo die Veranstaltung vor dem Porträt des ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten Karl Renner (1870-1950) stattfand und dem Abend eine besondere symbolische Tiefe verlieh.
In seinem Vortrag begeisterte Possard das Publikum mit einem ebenso pointierten wie tiefgehenden Beitrag, der sich an der Schnittstelle von KI und Ethik bewegte. Mit klaren Worten und anschaulichen Beispielen machte er deutlich, dass technologische Innovation untrennbar mit moralischer Verantwortung verbunden ist – ein zentrales Anliegen seines neuen Buches.
Die Buchpräsentation wurde durch mehrere Laudationes und thematische Einleitungen begleitet. Mag.a Renate Brauner, Landeshauptmann-Stellvertreterin von Wien a. D., eröffnete den Abend mit einer Würdigung von Possards Publikation. Mag. Heinrich Himmer, Abgeordneter zum Nationalrat sowie Bildungs- und Wissenschaftssprecher, beleuchtete die bildungs- und wissenschaftspolitische Relevanz des Werkes. Mag.a Dr.in Elisabeth Haslinger-Baumann, Vizerektorin für Forschung und Entwicklung der Hochschule Campus Wien, ordnete „MORALgorithmus“ in den aktuellen Diskurs von Forschung und Innovation ein und hob Possards wissenschaftliches Engagement – insbesondere an der Hochschule Campus Wien – hervor. Abschließend sprach Dr. Bernhard Müller vom Urban Forum, der die Bedeutung ethischer Leitlinien für die digitale Stadt- und Gesellschaftsentwicklung hervorhob.
Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Vertreter:innen aus Forschung, Wissenschaft und Politik sowie langjährige Wegbegleiter:innen von Possard. Auch S. E. Prof. Fate Velaj, Botschafter der Republik Albanien in Österreich, nahm an der Veranstaltung teil und unterstrich damit die internationale Aufmerksamkeit, die Possards Werk bereits erfährt. Ebenso war Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp, renommierter Zukunftsforscher und Verfasser eines Vorwortes für Possards Werk, anwesend. Der Abend im Palais Niederösterreich zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an einem fundierten ethischen Diskurs über die Zukunft von KI ist und wie relevant dieses Thema für Gesellschaft, Politik und Wissenschaft gleichermaßen bleibt. Possard hielt am Ende der Präsentation fest: „Vielleicht ist die wichtigste Frage des 21. Jahrhunderts nicht, wie intelligent KI-Systeme werden können, sondern wie bewusst wir Menschen bleiben. Dieses Buch ist eine Einladung, genau darüber nachzudenken. Das ist nicht immer bequem, aber durchaus notwendig.“ (Bildcredit: Urban Forum)
Neue Möglichkeiten durch künstliche Intelligenz (KI), Facebook, TikTok, Instagram & Co. Die rasanten digitalen Entwicklungen stellen auch staatliche Institutionen vor neue kommunikative und ethische Herausforderungen – im Speziellen die Polizei. Mit diesen Fragestellungen setzte sich Marlon Possard in seinem Vortrag „KI und Ethik in der polizeilichen Medien- und Öffentlichkeitsarbeit“ am 13. Januar 2026 im Bundesministerium für Inneres (BMI) auseinander. Im Mittelpunkt standen die Chancen und Herausforderungen des Einsatzes von KI sowie ethische Fragestellungen im sicherheitsbehördlichen Kommunikationsumfeld.
Zahlreiche Mitarbeiter:innen des BMI aus dem Bereich Medien- und Öffentlichkeitsarbeit nahmen an der Veranstaltung teil (u. a. auch Ministerialrat Mag. Manfred Reinthaler, MA sowie weitere führende BMI-Vertreter:innen). Der Vortrag stieß auf großes Interesse und bot Raum für fachlichen Austausch und Diskussion. Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmenden als äußerst gelungen bewertet und unterstrich die hohe Relevanz des Themas für die (zukünftige) Medien- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei. Eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Themen KI und Ethik in der Strafverfolgung erfolgt bei einer weiteren Fachveranstaltung am 20. Mai 2026 um 17:00 Uhr an der Hochschule Campus Wien (HCW). Weitere Informationen finden Sie HIER. (Bildcredit: BMI)