Auf Einladung der S&D-Fraktion referierte Marlon Possard am 24. Juni 2026 im Europäischen Parlament in Brüssel im Rahmen der Fachkonferenz „Connecting Generations“ zu den aktuellen Entwicklungen rund um den EU AI Act sowie zu den rechtlichen und ethischen Herausforderungen der Regulierung Künstlicher Intelligenz (KI) auf europäischer Ebene.
Die Veranstaltung brachte hohe Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zusammen und widmete sich den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Herausforderungen Europas im digitalen Zeitalter. Im Mittelpunkt standen speziell Fragen der Generationengerechtigkeit, der digitalen Transformation sowie der verantwortungsvollen Gestaltung neuer Technologien für alle Menschen in der Europäischen Union (EU).
Unter dem Titel „AI Act and AI Regulation: Legal and Ethical Perspectives“ analysierte Possard die Auswirkungen des umfassenden Rechtsrahmens für KI und gab einen fundierten Überblick über die regulatorischen Anforderungen, die sich aus dem AI Act für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Rechtsadressat:innen ergeben. Im Mittelpunkt des Vortrags standen außerdem die praktischen Konsequenzen des AI Acts für die Umsetzung von KI-Systemen in Europa. Ebenso wurden ein mögliches Recht auf ein analoges Leben, das EU-weite Verbot von sexualisierten Deepfakes ab Dezember 2026 und spezifische Fragen der digitalen Souveränität diskutiert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den ethischen Fragestellungen moderner KI-Anwendungen. Possard betonte dabei die Notwendigkeit eines ausgewogenen Regulierungsansatzes, der einerseits Innovation und Wettbewerbsfähigkeit Europas stärkt und andererseits den Schutz von Grundrechten, demokratischen Werten und gesellschaftlichem Vertrauen in neue Technologien gewährleistet.
Zu den Teilnehmer:innen der Konferenz zählten unter anderem die österreichische EU-Abgeordnete Elisabeth Grossmann sowie die Vizepräsidentin des EU-Parlaments Christel Schaldemose, die sich ebenfalls mit aktuellen Herausforderungen der europäischen Digital- und Gesellschaftspolitik auseinandersetzten.
Im Rahmen seines Aufenthalts im EU-Parlament nahm Marlon Possard darüber hinaus an mehreren Fachgesprächen und Ausschusssitzungen teil. Dabei standen aktuelle Gesetzesinitiativen und regulatorische Entwicklungen im Bereich Digitalisierung und KI im Mittelpunkt. Besonderes Interesse galt den Beratungen rund um den sog. „Digital Omnibus“, mit dem bestehende digitale EU-Regulierungsrahmen hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit, Effizienz und Wettbewerbswirkung überprüft und weiterentwickelt werden sollen. (Bildcredit: EU-Parlament)
